Montag, 15. Juli 2019

Wie füttere ich meinen Hund richtig?


Eine exakte Anleitung für das Füttern des Hundes gibt es nicht, denn jeder Mensch, der mit einem Tier zusammen lebt, hat seine ganz eigenen Gewohnheiten. Wir haben einige allgemeine Tipps zusammengestellt.
Wie oft sollte man sein Tier füttern?
Gerade bei diesem Thema sind die Meinungen der Hundebesitzer sehr verschieden. Der Welpe sollte mehrmals täglich kleinere Mahlzeiten bekommen, damit das Futter besser verträglich ist. In den ersten Lebensmonaten sollten es zwischen vier- bis fünfmal täglich sein. Mit zunehmendem Alter sollten dann die Mahlzeiten auf drei und dann auf zwei Portionen umgestellt werden.
Manche Welpen verweigern ihr Futter in den ersten Tagen im neuen Zuhause. Bleiben Sie standhaft und versuchen Sie es nicht mit anderen Futtersorten. Meinst geht das vorbei, wenn sich der kleine Hund erst einmal eingelebt hat.
Sie sollten nach Ihrem Tagesablauf bestimmen, ob Ihr Vierbeiner eine oder zwei Mahlzeiten am Tag bekommt. Nur achten Sie darauf , dass der Hund nach dem Füttern ausgiebig ruhen kann. Durch das Herumspringen und Herumtollen nach dem Füttern kann sich der Magen verdrehen.
Wie lange kann man das Futter stehen lassen?
Bei Trockenfutter hat man die Möglichkeit seinem Hund den ganzen Tag das Futter anzubieten, also ihm die Chance zu geben, wann er fressen will. Die meisten Hunde werden aber sofort alles auffressen. Das kann dann wiederum zu Übergewicht führen. Auch haben Sie keine Kontrolle über die Menge des Futters. Wenn Sie mehrere Hunde haben, dann wissen Sie nicht, welche Menge jedes Tier zu sich nimmt. Es ist aber immer Ihre Entscheidung, wie Sie es machen.
Sollte man zu dem Fertigfutter Zusätze geben?
Auch bei dieser Frage gehen die Meinungen sehr stark auseinander.  Einige Hundebesitzer behaupten, dass das Fertigfutter ausgewogen ist und Zusätze die Zusammensetzung verändern kann. Andere behaupten, dass die Abwechslung besser ist.
Wenn Sie Fertigfutter vermischt mit gekochtem Fleisch, Rohfutter und Trockenfutter füttern, dann hat das Tier Abwechslung und alle Nährstoffe sind dabei. So brauchen Sie keine chemischen Pulverzusätze.
Soll man Trockenfutter einweichen?
Da die Meinungen auch bei diesem Thema sehr auseinandergehen, sollte man einfach mal schauen, was der Hund lieber mag, Trockenfutter mit oder ohne Wasser.
Was sollte man noch bei der Fütterung beachten?
Das Futter sollte nicht aus dem Kühlschrank kommen, sondern Zimmertemperatur haben. Auch darf es nicht heiß sein, denn sonst kann es die Magenschleimhaut des Tieres schädigen. Obwohl jeder Hund sicher so schlau ist, kein heißes Futter zu fressen.
Ob Sie den Napf auf den Boden stellen, oder in Körperhöhe anbieten, das wird dem Tier sicher egal sein. Manche behaupten, dass das Fressen aus einem Futterständer für das Tier verträglicher ist, andere behaupten das Gegenteil.
Entscheiden Sie was das Beste für Ihr Tier ist!

Dienstag, 2. Juli 2019

Durchfall beim Hund!


Wenn ein Hund Durchfall hat, dann kann das unterschiedliche Ursachen haben. Natürlich muss man da auf jeden Fall schauen, woran es liegt. Man ist sich oft nicht sicher, ob man direkt zum Tierarzt gehen sollte oder es doch nur was "leichtes" ist. 
Es gibt aber einige Hausmittel gegen Durchfall, die im ersten Moment Linderung bringen können oder sogar den Durchfall wieder komplett verschwinden lassen. 

Was muss man bei Durchfall beachten?
  • Das Wichtigste ist darauf zu achten, dass der Hund ausreichend trinkt, denn Durchfall führt schnell zur Austrocknung es Körpers. Also: IMMER ausreichend Wasser zur Verfügung stellen!
  • Bei längerem Durchfall kann es zu einem akuten Mangel von wichtigen Nährstoffen kommen.
  • Speziell alte Hunde und Welpen können länger anhaltendem Durchfall wenig entgegensetzen, deshalb in diesen Fällen nicht zu lange warten bis ein Tierarzt hinzugezogen wird. 
  • Wenn der Durchfall länger als 24 Stunden anhält, dann unbedingt einen Tierarzt aufsuchen, um die Ursachen abzuklären. Das Gleiche gilt für Fieber beim Durchfall und blutigem Durchfall. Bitte nehmt diese körperlichen Warnsignale ernst und zögert den Arztbesuch nicht zu lange raus. 
Hausmittel gegen Durchfall
  • In vielen Fällen hilft es häufig schon einen Fastentag beim Vierbeiner einzulegen. Der Magen-Darm-Trakt hat dann Zeit sich ein wenig zu erholen. 
  • Die Moro’sche Karottensuppe - Rezept! Zutaten: 500g Karotten, Kochsalz, Wasser - Zubereitung: Die Karotten klein schneiden und mit einem Liter Wasser zum Kochen bringen. Das Ganze 60 Minuten kochen lassen. Danach die Karotten & das Wasser gemeinsam pürieren. Die Flüssigkeit wieder so auffüllen, dass man erneut auf einen Liter Flüssigkeit kommt. Am Ende noch 3g Kochsalz hinzufügen. Manche Hunde mögen Gemüse nicht so sehr, da kann man mit etwas gekochtem Hühnerfleisch die Suppe ergänzen.
  • Hühnerfleisch mit Reis - den Reis möglichst lange und matschig kochen, so dass er dem Körper nicht noch zusätzlich zu viel Flüssigkeit entzieht. 
  • Mischung aus 1/3 Magerquark und 2/3 gekochtem Reis#
  • Süßkartoffel, Reis und Hähnchenfleisch
  • Kohletabletten - Regel: 1 g Kohle pro 1 kg Körpergewicht
Gute Besserung an euren Vierbeiner. Denkt daran, dass speziell der Darm bei Durchfall leidet und ein Aufbau der Darmflora danach Sinn macht. 


Donnerstag, 30. Mai 2019

Ernährung von Hunden.


Ich möchte Ihnen heute etwas über die Ernährung von Hunden, speziell von Welpen aufzeigen. In den nächsten Tagen folgt der nächste Teil.

1. Ernährung für Welpen
Die Ernährung ist nicht nur bei den Menschen wichtig und sorgt dafür, dass der Mensch länger gesund bleibt. Auch bei den Tieren ist eine richtige Ernährung ausschlaggebend für ein langes und gesundes Leben.
Welpen erleben innerhalb eines Jahres den Wachstumsprozess, für den die Menschen 15 Jahre brauchen. Innerhalb von 12 Monaten wird aus einem niedlichen kleinen Welpen ein mehr oder wenig großer, ausgewachsener Hund. Der kleine Welpe braucht hochwertige Nahrung, damit er mit Energie durchs Leben kommt.
Die vielen verschiedenen Fertig Welpennahrungen sind dafür gedacht, dem Tier eine vollwertige Ernährung zu bieten. Eine spezielle Welpennahrung enthält viele gute Proteine, damit sich das Körpergewebe und die Organe gesund entwickeln können. Auch eine höhere Menge wichtiger Mineralstoffe braucht der Welpe. Zur Unterstützung des Aufbaus von Knochen und Zähne benötigt der Welpe Calcium, Phosphor, Magnesium, Eisen, Zink und Vitamin D.
Welpen haben in der Regel einen kleinen Magen, dafür aber einen großen Appetit. Die Häufigkeit der Mahlzeiten richtet sich nach dem Alter. Die ganz jungen Tiere brauchen das Futter, in kleine Portionen aufgeteilt, vier mal am Tag. Vom 4. – 6.  Lebensmonat reichen dann bis zu drei Mahlzeiten und danach wird normalerweise auf zwei Portionen reduziert.
Ideale Zusammensetzung der Nahrung:
Die Nahrung des Welpen sollte sich auf tierisches Eiweiß aufbauen. Für das Tier sind Geflügelfleisch, Milcheiweiß und Fisch leicht verdaulich und ideale Eiweißquellen.
Kohlenhydrate finden Sie in pflanzlichen Produkten, in Reis, Kartoffeln, Gemüse und Haferflocken.
Fett ist eine Energiequelle für Tiere
Rohfasern braucht der Körper, weil sie zur Gesunderhaltung des Darms beitragen.
Nahrung mit Vitamine und Mineralstoffe, Kalzium und Phosphor und Vitamin D sorgt für gesunde Knochen.
Bleiben Sie standhaft und widerstehen Sie dem Betteln Ihres Hundes. Wenn Sie das Tier einmal daran gewöhnen mit Essen vom Tisch gefüttert zu werden, wird es sehr schwer, ihm das wieder abzugewöhnen. 
Unmittelbar vor und nach dem Spazierengehen sollte der Welpe aber auch das ältere Tier nicht gefüttert werden. Der Magen kann sich dadurch aufblähen oder auch verdrehen.
Der Fressplatz ist auch für einen kleinen Hund sehr wichtig. Lassen Sie Ihr Tier in Ruhe fressen und achten Sie darauf, dass es nicht gestört wird. Besonders auf kleine Kinder sollte man acht geben, dass sie den Hund nicht stören und somit nicht aus Versehen gebissen werden.
Das Fressen des Welpen sollte möglichst keine Kühlschranktemperatur haben. Eine Dose aus dem Kühlschrank braucht bis zu zwei Stunden um sich auf Zimmertemperatur zu erwärmen.
Sie können das Futter kurz in der Mikrowelle erwärmen, dann ist es leichter zu genießen.

„Erste Hilfe Kurs für Hunde“

Wusstest du schon…?
76% der Hundebesitzer wissen nicht, wie sie in einer Notsituation ihres Hundes reagieren sollen und haben dadurch eine schlechte Bindung zu ihrem Hund.
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Montag, 29. April 2019

Ist Ihr Hund auch schon Ihr toller Begleiter?


Als ich vor einiger Zeit mit meiner Hündin durch unser Einkaufszentrum gegangen bin, hat mich eine Frau angesprochen, die mit einem sehr unruhigen Hund ausgestattet war.  Sie wunderte sich, dass mein Hund so ruhig neben mir herging, und fragte, ob ich mit meinem Hund bei einem Trainer sei, oder was ich gemacht habe, dass mein Hund so gut erzogen sei..Allein in dieser Zeit wollte ihr Hund in alle Himmelsrichtungen davon rennen – nur die Leine hielt ihn zurück.
Ich erzählte ihr von dem Kurs Das Online-Hundetraining, den ich mitgemacht habe um meinen Hund zu einem idealen Begleiter zu machen. Sie gab mir ihre E-Mail Adresse und später schickte ich ihr dann den Link zu diesem Kurs.
Gestern traf sie wieder mit ihrem Hund, der jetzt brav und unaufgeregt neben ihr saß. Sie war hellauf begeistert von diesem Kurs, der ihr nicht nur Spaß gemacht hat sondern ihr so viel Wissen um ihren Hund vermittelt hat, dass sie nun gerne ihren Hund zu allen Gelegenheiten mitnimmt.
Haben Sie sich in dieser Frau wieder erkannt? Haben Sie auch Probleme Ihren Hund zu einem Idealen Begleiter zu machen? Dann schauen Sie sich doch einfach einmal unverbindlich diesen Kurs an. Sie werden sehen, es gibt für jedes Problem mit Ihrem Hund eine Lösung, hinterher haben Sie einen tollen Begleiter auf den Sie sich verlassen können.

Donnerstag, 18. April 2019

Leidet Ihr Hund unter Botulismus?


Es ist Frühling und wir sind mit unseren Vierbeinern unterwegs, genießen die frische Luft in den Wäldern und auf den Feldern. Frische Luft? Der Bauer hat doch gerade seine Gülle auf dem Acker aufgetragen und es riecht wirklich nicht frisch, nein,  es stinkt zum Himmel.
Es ist die Zeit in der sehr viele Hunde sterben und das hat etwas mit diesen gedünkten Feldern zu tun.
In medizinischen Insiderkreisen liegt schon lange der Verdacht nahe, dass mancher Hund, der vermeintlich an einem Giftköder starb, eher dem Botulismus zum Opfer fiel.
Was ist das Botulismus? Und wieso schadet das meinem Hund?
Der Begriff stammt aus dem Lateinischen und wird vom Wort „botulus“ – was Wurst oder Darm bedeutet. Botulismus war ursprünglich eine Fleischvergiftung in der Humanmedizin, also ein Vergiftung.
1820 wurde die Vergiftung erstmalig erwähnt, bekannt war sie allerdings schon sehr viel länger aber nur auf den Menschen bezogen.
Botulismus wird durch das Gift des Bakterium botulinum verursacht. Das Botlinumtoxin (BTX) ist dabei das stärkste Nervengift, das wir überhaupt kennen! In der heutigen Zeit benutzen wir das Gift unter dem Namen Botox in der kosmetischen Medizin, um Falten „wegzuspritzen“.
Bei Hunden kann Botulismus mehr oder weniger schleichend zum Tode führen. So ist es wichtig, speziell nach einem Spaziergang darauf zu achten, die Pfoten sauber zu bekommen und keine Rückstände vom frisch gedünkten Acker an der Pfote zu belassen.
Aber: Warum vergiften sich die Hunde über eine Botulismus-Infektion?
Es ist die Gülle auf unseren Feldern, die vermutlich weitaus mehr Fälle von Vergiftungen verursacht, als wir momentan annehmen.
„Das Bakterium Clostridium botulinum entwickelt sich „anaerob“, als unter Luftausschluss bei hoher Luftfeuchtigkeit, einem pH-Wert größer als 4,5 und in einem eiweißhaltigen Substrat. Bei für die Vermehrung ungünstigen Bedingungen, geht das Bakterium in Sporenform über.
Viele Wildtiere, Vögel und Haustiere sind Träger des Bakteriums, jedoch ohne jemals davon beeinträchtig zu werden. Allerdings agieren diese Tiere als „Übermittler“ des Bakteriums.
Das Bakterium ist „ubiquitär“. Es kommt also überall und weltweit vor und die Sporen sind überaus widerstandsfähig gegen Umwelteinflüsse, Eine Zerstörung erfolgt erst bei Erhitzung und Kochen bei einer Temperatur von 120° C und einer Dauer von 30 Minuten mindestens. In anaerober Umgebung (unter Luftausschluss) und Temperaturen zwischen 25 ° und 40° C entsteht das Toxin „A-G“, welches als stärkstes und bekanntestes Nervengift bekannt ist.“ So die Tierärztin Frau Dr. rer. biol. vet. Daniela Koppenhöfer.
Ein idealer Nährboden um dieses Toxin zu schaffen, sind Kadaver.
Die Gülle wird auf den Bauernhöfen in Sickergruben gesammelt und es gibt immer Mäuse und Ratten, die in diese Sickergruben fallen und darin verenden. Und diese „angereicherte“ Gülle ist ein idealer Nährboden für das Vorkommen von Sporen und Bakterien des Bakteriums bolulinum und dessen toxischer Nachfolge.
Und wie infizieren sich Hunde mit dieser giftigen Gülle?
Ein Hund läuft über gedüngte Felder oder wälzt sich gern im Gras, ohne zu wissen, dass es für ihn tödlich sein kann – schon durch kleine Verletzungen kann das Gift in den. Körper gelangen. Nach der Infektion sehen wir keine Veränderungen des Hundes, er scheint ganz normal zu sein. Allerdings setzt sich das Gift an den Nervenende ab. Die Veränderungen merken wir erst später, der Hund fängt von hinten her an zu lahmen, erste Auffälligkeiten können bereits wenige Stunden nach Aufnahme des Toxins auftreten. Es können jedoch auch Tage vergehen und viele Hundehalter bringen das Krankheitsbild des Tieres dann nicht mehr mit dem Aufenthalt auf einem gegüllten Feld in Einklang. Die schlaffe Lähmung der quergestreiften Muskulatur setzt sich schleichend fort. Die Lähmung breitet sich dann über den ganzen Körper aus, schleichend,  aber es geht so weit, dass Nahrungsaufnahme und auch die Flüssigaufnahme nicht mehr funktionieren, letztendlich stirbt das Tier an einer fortschreitenden Atemlähmung.
Was kann man dagegen unternehmen? Erst einmal zum Tierarzt, der hoffentlich diese Ursachen der Vergiftung kennt. Antibiotikum kann die Vermehrung der Bakterien minimieren, bzw. stoppen. Infusionen mit reinem Vitamin B und leberstärkende Medikamente zählen zur Therapiemöglichkeit. Bei Schluckstöhrungen und/oder Zungenlähmung kann –je nach Schweregrad- das Legen einer Sonde hilfreich sein. Inzwischen gibt es eine Meldepflicht für die Erkrankung Botulismus. Paragraph 6 IfSG und Paragraphen 8-11 IfSG greifen in diesem Fall.
Die Einhaltung von einigen wenigen Grundregeln kann die Erkrankung des Hundes und damit vermutlich seinen Tod verhindert:
Kein Trinken aus kleinen Wasserstellen im Freien, in denen ein Tierkadaver liegt – und sei es nur ein toter Vogel.
Kein Betreten frisch gegüllter Felder und deren Ränder.
Tierkadaver in Wald und Flur tunlichst meiden und darauf achten, dass der Hund möglichst nicht mal daran schnuppert.
Barfen? Auf ungewohnte Probleme wie Lahmheit, Ataxie etc. achten und gegebenenfalls den Tierarzt darüber informieren, dass man rohes Fleisch füttert.
Nach Kontakt mit gegülltem Boden die Pfoten des Tieres reinigen und im Zweifel desinfizieren.
Die permanente Angst vor Giftködern und die tatsächlichen Opfer? Fakt ist, dass viele der Hunde nicht an Giftködern starben, sondern an Botulismus – unerkannt vom Tierarzt! Leider ist in medizinischen Kreisen diese Erkenntnis inzwischen recht präsent.
Wir müssen als Hundehalter alle lernen. Immer, ständig und jeden Tag neue Dinge. Wir lernen, damit unsere Hunde ein sorgenfreies und unbeschwertes Tierleben haben dürfen!
Ich wünsche Ihnen viel Spaß mit Ihren Fellnasen!





Montag, 8. April 2019

Möchten Sie auch Ihren Hund an Ihren Arbeitsplatz mitnehmen?

Unter welchen Voraussetzungen müssen wir das Mitbringen von Hunden zum Arbeitsplatz eigentlich erlauben?
Grundsätzlich hat es der Arbeitgeber in der Hand, das Mitbringen von Hunden an den Arbeitsplatz zu gestatten – oder eben auch nicht.
 
Rechtlich fällt das in den Anwendungsbereich von § 106 der Gewerbeordnung. Danach gilt:
 
„Der Arbeitgeber kann Inhalt, Ort und Zeit der Arbeitsleistung nach billigem Ermessen näher bestimmen, soweit diese Arbeitsbedingungen nicht durch den Arbeitsvertrag, Bestimmungen einer Betriebsvereinbarung, eines anwendbaren Tarifvertrages oder gesetzliche Vorschriften festgelegt sind. Dies gilt auch hinsichtlich der Ordnung und des Verhaltens der Arbeitnehmer im Betrieb. Bei der Ausübung des Ermessens hat der Arbeitgeber auch auf Behinderungen des Arbeitnehmers Rücksicht zu nehmen.“
 
Problematisch kann es allerdings werden, wenn Sie als Arbeitgeber einigen Mitarbeitern das Mitbringen eines Hundes gestatten und anderen nicht oder wenn Sie Ihr ursprüngliches Einverständnis widerrufen wollen. Das gilt es auf jeden Fall vor der Erteilung der Erlaubnis zu berücksichtigen und gegebenenfalls auch schriftlich zu fixieren.
 
Ein entsprechender Fall wurde beispielsweise vom Landesarbeitsgericht Düsseldorf entschieden (Urteil vom 24.03.2014, Az.: 9 Sa 1207/13): Eine Angestellte hatte die Erlaubnis ihren Hund mitzubringen. Drei Jahre lang ging alles gut, bis das Tier auffällig wurde und es anderen Mitarbeiter anknurrte. Daraufhin verbot der Arbeitgeber die Mitnahme des Hundes. Die Arbeitnehmerin zog vor Gericht und sah einen Verstoß gegen das Gleichbehandlungsgebot, da andere Arbeitnehmer ihre Hunde weiterhin mitbringen durften.
 
Vor Gericht verlor sie allerdings. Das Verbot war kein Verstoß gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz. Denn der Arbeitgeber bestimmt, unter welchen Bedingungen die Arbeit zu leisten ist. Eine früher erteilte Erlaubnis kann nur solange gültig sein, wie die Arbeitsabläufe nicht gestört werden. Ein späterer Widerruf war möglich.

Montag, 1. April 2019

Die Hausapotheke für den Hund.

Viele Hundehalter haben sie oder wollen sich unbedingt eine anschaffen: die Hausapotheke, speziell für den Hund.

Ich habe einmal zusammengestellt, was in so eine Apotheke gehört:

- Taschenlampe
- Warme Decke auch Rettungsdecke
- Fieberthermometer, bruchsicher
- Mullkompressen zur Wundabdeckung
- Verbandswatte, Mullbinden, selbsthaftende elastische Binden
- Leukoplast, Panzerband
- Wundspray ( Bei großen Wunden Wundspray nicht benutzen, Wunde kann dann nicht mehr    genäht werden)
- Tinkturen wie Belladonna
- milde Augensalbe (Bepanthen)
- Blutstillende Lösungen für kleine Wunden
- Antiseptische Seife,
- Pinzette, Verbandsschere, Einmalhandschuhe
- Plastikspritzen, Zeckenzange, Elemente zum kühlen.
- Pfotenschutz, können auch kleine Kindersocken sein.
- Vaseline
- Wundsalbe
- Kohletabletten.

Aber wichtig: Immer die Telefonnummer Ihres Tierarztes parat heben, denn im Notfall ist das Ihr wichtigster Ansprechpartner.

Noch einige wichtige Informationen über Ihren und:
- Körpertemperatur 37,5 – 39° C
- Puls 70 -120 Schläge pro Minute
- Atmung: 10 – 30 Atemzüge pro Minute
Weißt Du, wie Du Deinem Hund in einer Notsituation helfen kannst?
Woran unterscheide ich als Besitzer, dass es sich um einen Notfall handelt oder um eine eher harmlose Verletzung?
Viele Verletzungen können relativ stark bluten, obwohl sie nur oberflächlich sind, dagegen gibt es schwerwiegende Notfälle, welche auf den ersten Blick dem ungeübten Auge harmlos erscheinen. Die meisten Hundebesitzer wissen nicht, was wichtig ist, wenn ihr Hund eine kleine Wunde hat oder er sich merkwürdig verhält.
76% der Hundebesitzer wissen nicht, wie sie in einer Notsituation ihres Hundes reagieren sollen und haben dadurch eine schlechte Bindung zu ihrem Hund.
Schon mehr als 10.000 Hundefreunde wissen durch unseren Erste-Hilfe-Kurs, wie Sie Ihrem Hund in einer Notsituation helfen können.
Werde auch du zu einem Lebensretter!
Wenn Du auch:
- Spaß daran hast, mit deinem Hund zu lernen
- deinem Hund in Notsituationen helfen willst
- eine harmlose Verletzung von einer Notsituation unterscheiden können möchtest!
- eine starke Bindung zu deinem Hund aufbauen willst